Die Route von La Tavirona beginnt am alten Bahnhof. Ihr Verlauf folgt der nicht mehr existierenden Eisenbahn und endet an der Brücke La Tavirona, welche ihr ihren Namen verleiht. Von hier aus hat man einen weitreichenden Panoramablick über den Naturpark „Marismas del Río Piedras y Flecha de Nueva Umbría“.
Diese Route gehört zur Vía Verde Litoral. Ursprünglich begann sie in Gibraleón und endete in Ayamonte, mit einem 49 km langen Verlauf, auf dem sie Cartaya, Lepe, La Redondela und Pozo del Camino passierte.
Die Eisenbahnlinie erreichte die nähere Umgebung von Lepe im Jahre 1931. Sie wurde vom Staat errichtet und nahm am 14. August 1936 den Güterverkehr auf, der Personenverkehr wurde am 1. August 1940 aufgenommen, mit Waggons aus Holz und Dampflokomotiven, bis sie dann um 1965 von den Schienenbussen ersetzt wurden.
Im Laufe der Jahre bemerkten die Einwohner der Gegend, wie der Zug immer länger brauchte und wenig flexible Abfahrtszeiten besaß, während sich die Landstraßen mit Bussen bevölkerten, die sie an jeder Stelle im Ort anhalten konnten: Das Schicksal des Zuges war besiegelt. Die endgültige Schließung der Anlagen ab der Moschee bis nach Ayamonte wurde am 27. September 1987 vollzogen.
Der Weg verläuft auf der alten Eisenbahnstrecke mit einem Straßenbelag aus gepresster Erdschicht, mit Ausnahme an einigen Abschnitten ist der Schwierigkeitsgrad niedrig. Es handelt sich hierbei um einen angenehmen Wanderpfad, den man zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren oder zum Sporttreiben nutzen kann.
Der Weg ist auf seiner gesamten Strecke mit Holzzäunen, Bänken und Schildern ausgestattet.
Auf diesem Weg können wir eine Waldgegend unseres Küstenabschnittes besichtigen und weiten Ausblicke auf die Strände genießen. Der Park de los Cabezos erhebt sich auf einer geologischen Formation des Quartärs, wie man es an den rauen Reliefs und den Streifen unterschiedlicher Färbung beobachten kann, die von Gelb bis hinein ins Kupferrot gehen, und auf ihrem gesamten Verlauf an einem 27-Loch-Golfplatz entlangführen.
Eigenschaften der Route:
- Streckenverlauf: Islantilla - Parque de los Cabezos - Campo de Golf - Paseo de Islantilla
- Länge: 3,7 km (auf seiner gesamten Länge auf Asphalt)
- Dauer: 1 Stunde und 15 Minuten
- Höhenunterschied: 45º
- Art: Rundweg
- Schwierigkeitsgrad: Niedrig
- Zu Fuß: Ja
- Mit dem Fahrrad: Ja
- Mit dem Auto: Nein
Der Küstenlinie folgend, im westlichen Teil, ist Islantilla gelegen, ein kürzlich entstandener Touristenort, der sich auch auf die Nachbarortschaft Isla Cristina aufteilt. Auf seiner Länge von zwei Kilometern mit feinem Sand trennt ihn ein Streifen aus natürlichen Dünen von den Bauten. An diesem Strand verbinden sich reibungslos Stadtentwicklung und Umweltschutz. Neben den für einen Strand typischen Angeboten bietet Islantilla dem Besucher auch die Möglichkeit, auf seinem 27-Lochplatz Golf spielen zu können, einem der besten ganz Andalusiens, der sich auf eine Gegend mit dicht bestandenen Pinienwäldern und üppigen Steineichen erstreckt. Dieser Platz bietet drei verschiedene Kurse, die sich allesamt durch ihre sorgfältige Planung auszeichnen und die so auf dem Platz für hohe Qualität und Vielfalt sorgen. Außerdem besitzt Islantilla ein eigenes Kongress- und Ausstellungszentrum, ein Multiplex-Kino, verschiedene Einkaufszentren mit Parkplätzen, 4-Sterne-Hotels, eine Hotelfachschule usw. Besonders herauszustellen sei das Internationale Filmfestival Bajo la Luna - Islantilla Cinefórum -, mit diesem lädt Islantilla alle Filmliebhaber ein, in den Genuss höchst avantgardistischer Filmproduktionen in einem unvergleichlichen Rahmen zu kommen - und zwar am Strand. Ein Stelldichein der weltbesten Spiel- und Kurzfilme, die zwei Monate lang unter freiem Himmel zu sehen sind. Das alles wird mit Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Schulungskursen sowie anderen kulturellen Aktivitäten abgerundet.
Von außerordentlich hohem Natur- und Landschaftswert, hier finden Tierarten Unterschlupf, die vom Aussterben bedroht sind, wie beispielsweise das Chamäleon. Die Pinienwälder bilden einen Gürtel aus, der an der Küste entlangführt und sind von der örtlichen Stadtplanungsbehörde aufgrund ihrer hohen Umwelt- und landschaftlichen Bedeutung unter Schutz gestellt. Sie werden hauptsächlich zur Erholung genutzt. Neuere Studien versichern, dass diese Pinienwälder auch schon zu Zeiten der Neandertaler existierten.
Eine Gegend, in der die Natur zu Kunst wird, wo der Ozean und der Fluss Piedras miteinander verschmelzen, um so den hunderte von Jahren alten Hafen von El Terrón entstehen zu lassen. Wurde 1989 zum Naturpark erklärt. Er ist der drittgrößte der Provinz Huelva mit seinen 2.530 ha. Seine Höhe über dem Meeresspiegel beträgt zwischen null und zehn Meter.
Er stellt einen Landstrich von höchstem ornithologischen Interesse wie auch für Wasserflora und -fauna und die Umwelt dar. Er wird hauptsächlich zum Fischen und für Kultur- und Freizeittourismus genutzt. Die Menschen haben schon seit Urzeiten die unterschiedlichsten Ressourcen genutzt, die ihnen dieser Ort zur Ausübung verschiedenster traditioneller Aktivitäten bot, wie beispielsweise Fisch- und Meeresfrüchtefang oder Fischzucht. Heute finden in diesem Naturraum andere Aktivitäten statt, wie Wanderungen, Umwelterziehung oder Vögelbeobachtung.
Von diesem Ort ist besonders aufgrund seiner Einzigartigkeit die Flecha de Nueva Umbría hervorzuheben, eine vorgelagerte Sandbank, die vor mehr als 200 Jahren begann, sich auszubilden. Sie verläuft parallel zur Küste und erreicht mittlerweile eine Länge von fast 15 km und wächst jedes Jahr um ungefähr weitere 40 m, mit einer Breite zwischen 300 und 700 m. Sie ist an der Mündung des Flusses Piedras gelegen und ist entstanden aufgrund der starken Küstendynamik in dieser Gegend, d. h. durch Materialien aus dem Fluss, durch den Tidenhub, die Strandversetzung und die vorherrschende Winde aus Südwesten. Diese Formation, die landesweit einzigartig ist, gilt als geomorphologisches Juwel.
Wenn wir diese Sandbank betrachten, können wir 15 km aus weißem Sand und das intensive Blau des Meeres bewundern, ursprüngliche Strände (sie gehören zu den besterhaltenen ganz Europas), Marschlandschaften, trichterförmige Flussmündungen, Dünensysteme usw. Ein Zusammenspiel von Naturschätzen, die aus diesem Landstrich den perfekten Ort für Naturliebhaber machen, sodass er Gegenstand von Studien bereits gewesen und immer noch ist.
Diese Gegend zeichnet sich zudem durch ihren außerordentlichen Reichtum an vielen und unterschiedlichen Spezies sowohl von Fauna als auch Flora aus, von denen einige - vom Aussterben bedroht - hier ihre natürliche Rückzugsräume vorfinden, aufgrund des milden Klimas und des guten Erhaltungszustandes ihrer Feuchtgebiete. Dieser gute Erhaltungszustand lässt sie zum Gebiet von höchster ökologischer Bedeutung in der Gemeinde werden, sodass sie wohlverdient in das Netzwerk der Schutzgebiete von Andalusien aufgenommen wurde. Die Besucher können einen weitreichenden FKK-Bereich genießen, in dem an einem paradiesischen Ort das Meer mit der Natur verschmilzt.
Die Strände und Dünen dienen zahlreichen Arten als Nistplätze, die sich an die außergewöhnlichen Bedingungen in Bezug auf Salzkonzentration, Feuchtigkeit oder Trockenheit angepasst haben, wie beispielsweise den Seeregenpfeifern, neben einigen Kolonien von Zwergseeschwalben und Rotflügel-Brachschwalben.
Der Reichtum der Marschgegenden dient ebenfalls als Lebensraum für eine abwechslungsreiche Meeresfauna (Aale, Doraden, Wolfsbarsche, Rotbarben, Venusmuscheln, Winterkrabben, Seepferdchen usw.), neben der Tatsache, dass auch Vögel angezogen werden, wie beispielsweise Schnepfenvögel, Wasserläufer, Fischadler, Gänsesäger, Trauerenten, Brandseeschwalben oder Heringsmöwen. An den Stränden sind jedoch Möwen, Seeschwalben und Regenpfeifer die wahren Protagonisten, neben unterschiedlichen Watvögelarten wie dem Steinwälzer, dem Alpenstrandläufer oder dem Großen Brachvogel.
Unter den Reptilien gehört das Chamäleon zu den symbolträchtigsten Arten, denn in Europa beschränkt sich sein Verbreitungsgebiet auf die Provinzen Málaga, Cádiz, Huelva und die portugiesische Algarve.
Mit Bezug auf die Vegetation, die in Marschgegenden halophil ist, ist zu sagen, dass diese sich also sehr gut an den hohen Salzgehalt angepasst hat. Besonders hervorzuheben sind Arthrocnemumarten, Salz-Schlickgras, Portulak-Keilmelde, Strauch-Melde, Strandflieder und Frankenia laevis. Im sandigen Bereich hingegen, der stärker von der Trockenheit und durch die extreme Sonneneinstrahlung in Mitleidenschaft gezogen ist, gibt es reichlich Gewöhnlichen Strandhafer, Stranddisteln, Dünen-Trichternarzissen, Kreta-Hornklee, Europäischer Meersenf, Scirpus parvulus, Ginster und Dianthus broteri. Die repräsentativste aller Pflanzenspezies ist eine Thymianart, Tymus Carnosus, die in dieser Gegend eines ihrer wenigen Verbreitungsgebiete vorfindet.
Hier finden wir auch den Fischerei- und Sporthafen von El Terrón vor.
Diese gesamte Gegend können wir entweder vom natürlichen Aussichtspunkt El Catalán oder auch von dem grünen Wanderweg aus überblicken, der die Strände La Antilla und Nueva Umbría miteinander verbindet.
Der Strand von Nueva Umbría ist im Naturpark „Marismas del Río Piedras y Flecha de Nueva Umbría“ gelegen. Mit seinen fast 15 km Länge mit weißem und feinem Sand, können hier FKK-Anhänger den ersten Nudistenstrand der Provinz Huelva genießen, auf einem seiner dafür gekennzeichneten Abschnitte. Von diesen 15 km gehören 2250 m zum Strand von Santa Pura.
Mitten im Naturpark gelegen, gilt er bis in unsere Tage hinein als ursprünglich und ist eines der wenigen Gebiete, das keines von Menschenhand verursachten Problemen erfahren hat. Ohne irgendwelche Bauten kann dieser Strand dem Besucher Freude an seinem sauberen Wasser und den Blick auf eine üppige Vegetation zwischen den Dünen bieten.
Seine natürlichen und Landschaftsbedingungen haben ihn bei zahlreichen Gelegenheiten zum Schauplatz für Werbeaufnahmen und Filmproduktionen werden lassen.
Er verläuft ab dem östlichen Ende von La Antilla und bis zum Beginn des Nudistenstrandes von Nueva Umbría. An diesem Strand können wir - neben Angeboten seiner nächstgelegenen Ortschaft, La Antilla - die Ruhe genießen, die uns sein Standort mit seiner Lage etwas abseits vom sommerlichen Tumult und vom Treiben von ganzen Familien, die sich auf einen überglücklichen Strandtag freuen, schenkt. Eingeschlossen zwischen dem Meer und dem Dünenbereich, ist dies der perfekte Ort, um sich an einem Buch zu erfreuen oder um im Rauschen der Wellen aufzugehen, die reine Luft des Naturparks der Marismas del Río Piedras y la Flecha de Nueva Umbría atmend - zweifellos ein paradiesischer Ort.